Pressemitteilung
NABU Seelze fordert: Keine Massentierhaltung
in Seelze!
In Wietze im Landkreis Celle wird
ein Groß-Schlachthof geplant, der mehr als 400.000 Masthähnchen
am
Tag verarbeiteten soll. Das ergibt
im Jahr die unglaubliche Zahl von 135 Millionen getöteten Tieren!
Nach
Auslastung der Produktion im Emsland
werden von den Agrarkonzernen Landwirte im näheren Umkreis für
die Zulieferung gesucht.. die Massentierhaltungsanlagen
betreiben-auch in Seelze.
Angeblich verlangen die Verbraucher
nach fettarmern und billigem Geflügelfleisch. Aber um jeden Preis?
Der NABU Seelze mit seinen knapp
550 Mitgliedern fordert: Keine Massentierhaltung im Stadtgebiet Seelze!
Keine „Emslandisierung“ unserer
Region !
Warum?
– Massentierhaltung ist Tierquälerei
(15 Hühner pro qm). Der NABU Seelze fordert eine artgerechte Tierhaltung.
– Boden und Grundwasser werden
durch gesundheitsgefährdende Fäkalien verseucht. Medikamente
und Chemikalien
werden unkontrolliert
als Bestandteil der Kotberge auf Feldern ausgebracht und gelangen damit
in die Nahrungskette
von Menschen und Tier.
80.000 Tonnen Hühnerkot werden jedes Jahr produziert.
– Die Luft wird mit schädlichen
Keimen und Tier verseucht (Stichwort „Vogelgrippe“).
– Stickstoff wird über die
Luft von den Ställen in die Umgebung abgegeben. Naturbelassene Böden
und Gewässer
werden damit gefährdet.
– Übermäßiger Wasserverbrauch
führt zur Verödung der Landschaft. Feuchtbiotope können
durch industrielle
Wasserentnahme trocken
fallen.
– Die Anlagen verbrauchen Flächen,
die als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und als Erholungsraum für
die
Menschen nicht mehr
zur Verfügung stehen.
– Die Ställe verschandeln
das Landschaftsbild in unserer Kulturlandschaft und führen zu erheblichen
Geruchsbelästigungen.
– Die industrielle Massenproduktion
verdrängt bäuerliche Strukturen und Ökolandbaubetriebe.
Gerade diese Betriebe
gewährleisten
eine nachhaltige Flächenbewirtschaftung und können gesundes Fleisch
produzieren.
– Auch für Landwirte, die
von den Agrarkonzernen zu abhängigen Lohnmästern degradiert werden,
rechnet sich die
Sache nicht. Schon
jetzt droht bei stagnierendem Verbrauch eine Überproduktion.
– Der Schwerlastverkehr nimmt stark
zu mit entsprechenden Lärmbelastungen.
NABU Seelze
Friedhelm Ilse
1. Vorsitzender |