Die Erdkröte (Bufo bufo) - Verbreitung,
Gefährdung und Habitatsansprüche
Die Erdkröte ist in ganz Niedersachsen verbreitet
und stellt in vielen Gebieten die häufigste Amphibienart dar. In waldreichen
Gegenden an geeigneten Standorten - vor allem größere Gewässer
in Waldrandlage - sind Laichgesellschaften von bis zu mehreren tausend
Individuen keine Seltenheit.
Bei der Wahl des Lebensraumes stellt die Erdkröte
relativ unspezifische Ansprüche, bevorzugt werden jedoch Laub- und
Mischwälder. Die höchsten Besiedlungsdichten werden dort gefunden,
wo durch ein Aneinanderstoßen von Grenzen verschiedener Biotope oder
durch einen niedrigen Deckungsgrad der Bäume krautreiche Übergangsbereiche
ausgebildet sind. Die Erdkröte besiedelt aber auch die offene Landschaft
und Siedlungsräume. Der Radius des Lebensraumes kann mehr als 2 km
betragen.
Als Laichgewässer dienen vorwiegend größere,
überwiegend besonnte, möglichst vegetationsreiche oder von Röhrrichtzonen
umgebene Teiche und Weiher mit mehr als 50 cm Wassertiefe. Dazu zählen
auch Altarme im Auenbereich. Obwohl die Erdkröten im allgemeinen als
sehr laichplatztreu gelten, werden auch neu entstandene oder angelegte
Gewässer, z.B. in aufgelassenen Abbaugruben besiedelt. Die Überwinterung
findet in frostfreien, trockenen Bodenschichten (Spalten, Hohlräume,
selbstgegrabene Löcher) statt.
Als eine Amphibienart mit großem Jahreslebensraum
- BLAB (1986) gibt beispielsweise bis 2200 m an - ist die Erdkröte
vor allem durch die weitere Zerschneidung der Landschaft mit neuen Verkehrswegen
und durch die immer höhere Verkehrsdichte auf vorhandenen Straßen
betroffen. Auch Nutzungsintensivierungen in der Land- und Forstwirtschaft
beeinträchtigen
den Bestand. Nach der roten Liste ist die Erdkröte in Niedersachsen
jedoch derzeit nicht gefährdet.
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